28.09.2016

Siebente Mittwochstour 2016

Während der 7. Mittwochstour 2016 fuhren 21 Radfahrerinnen und Radfahrer aus Frankfurt (Oder) und Umgebung zur ehemaligen Papierfabrik Pulverkrug (pl. Rosiejewo) - zu einem Ort, den es heute nicht mehr gibt. Bis 1945 stand an der Eilang, einem Nebenfluss der Oder, in Pulverkrug eine der modernsten Papierfabriken Brandenburgs. Gegründet hatte sie 1539 der Kurfürst, um das an der Frankfurter Universität Viadrina benötigte Schreibpapier zu produzieren. Jahrhundertelang arbeitete diese Fabrik mit Wasserkraft, später mit Dampfmaschinen und mit Strom.
Im November 1939 errichtete man in Pulverkrug aus Anlass des 400-jährigen Bestehens der Papierfabrik einen Gedenkstein mit deutscher Inschrift (siehe Foto unten). Am Ende des 2. Weltkrieges wurde die Fabrik zerstört, die Ziegelsteine größtenteils abtransportiert und der Gedenkstein im Fluss versenkt. Erst im Jahre 1997 fand man den 6-Tonnen-Findling im Wasser der Ilanka (deutsch Eilang). Er wurde mit einem Kran geborgen und liegt seither auf dem Parkplatz an der Fernstraße 29 (Slubice - Cybinka).
Vor dem großen Stein befindet sich seit dem 22.09.1997 eine Texttafel (siehe Foto unten), die über die Geschichte des Steines in zwei Sprachen informiert. Die Tafel wurde 1997 gemeinsam vom Heimatkreis Weststernberg und der Wojewodschaft Gorzów gesponsert. Ein deutscher Pfarrer und ein polnischer Priester weihten unter dem Klang einer Rzepiner Jagdhornbläsergruppe die Steine als Gedenkstätte am Ilanka-Ufer ein.

Karl-Heinz Schneider, ehemaliger Bewohner der Ortschaft Pulverkrug, berichtete in der Ausgabe der Märkischen Oderzeitung vom 16. Juni 2007 über seine Kindheit in Pulverkrug und über seine Arbeit als Redakteur des "Weststernberger Heimatbriefes".






Hintergrund-Information zur Scherbe, die ich 2016 in Pulverkrug fand:
Die Firma "Villeroy & Boch" gründete in Dresden 1856 eine Steingutfabrik, die 1945 enteignet wurde. Laut Auskunft der Direktorin des Keramikmuseums von "Villeroy & Boch" stammt die Scherbe von einem Objekt der Tafelgeschirr-Serie "Sachsmuster", die mit diesem Stempel von ca. 1910 bis nachweislich 1936 gefertigt wurde.

Tour-Statistik:
Streckenlänge: 42 Kilometer; Reine Fahrtzeit: 3 Stunden; Gesamtdauer: 4 Stunden; Durchschnittsgeschwindigkeit 14 km/h.

15.09.2016

Kunst am Bau in Frankfurt (Oder)

Beim Radfahren kreuz und quer durch Frankfurter Stadtviertel komme ich an einigen Gebäuden mit sehr speziellen Fassadengestaltungen vorbei.

Die Netzgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH beauftragte die Potsdamer Firma ART-EFX mit der künstlerischen Fassadengestaltung dieser Gebäude bzw. Verteilerkästen:





Am Damaschkeweg in Frankfurt (Oder) steht dieses relativ unscheinbare Gebäude der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH. Diese Gesellschaft beauftragte die Berliner Firma XI-DESIGN mit der künstlerischen Gestaltung.

Dieses Gebäude in der Frankfurter A.-Bebel-Straße wurde im Auftrag der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft mbH von der Berliner Firma GRACO gestaltet:

Alle Kunstwerke "stechen mir ins Auge". Sie provozieren eine neue Haltung zur sich ändernden Stadt. Es sind faszinierende Signale: Hey Du - schau her und erfreue dich!

11.09.2016

Deutsch-Polnisches Sommerfest 2016

Am Samstag, den 10. September 2016, luden die Grenzdörfer Aurith (Deutschland) und Urad (Polen) ein zum "9. Deutsch-Polnischen Sommerfest 2016". Mitorganisatoren waren unter anderem das Amt Brieskow-Finkenheerd und der Förderverein Schlaubemündung-Odertal e.V.
Die Meteorologen organisierten schönes Wetter.
In Urad und in Aurith verleiteten einige Stände die vielen Besucher zum Schlendern, Mitmachen und vor allem zum Essen und Trinken. Highlight war wieder der kostenlose Personenfährverkehr über die Oder. Unsere 42-Kilometer-Tour begannen wir in Frankfurt (Oder) und durchradelten die polnischen Dörfer Swiecko, Rybocice und Kunice. Auf der Festwiese im polnischen Grenzdorf Urad gab es Gebratenes, Gebackenes und Gekochtes, von dem wir einiges ausprobierten. Nach der kulinarischen Pause gab es am Oderufer keine Wartepause: Ein polnisches Fährboot brachte uns und unsere Fahrräder zügig nach Aurith ans deutsche Oderufer, auf dem wartende Festbesucher musikalisch unterhalten wurden.



Tour-Statistik: 42 Kilometer, Reine Fahrzeit 2 Stunden 36 Minuten, Tour-Dauer insgesamt 5 Stunden, Durchschnittsgeschwindigkeit 16,18 km/h

04.09.2016

Seelower Stadtfest 2016

Die Kreisstadt Seelow hatte am 03. September 2016 zu ihrem 21. Stadt- und Schützenfest eingeladen. Also habe ich mich per Fahrrad dorthin aufgemacht, beobachtete Akteure und Besucher beim Feiern und probierte Angebote. Während meiner sommerlichen Tour kamen 68 Rad-Kilometer zusammen.

Ab Frankfurt (Oder) radelte ich durch diese Orte:
Kliestow - Hexenberg - Wilhelmshof - Wulkow - Schönfließ - Altzeschdorf - Niederjesar - Alt Mahlisch - Dolgelin - Friedersdorf - Seelow - Hackenow - Sachsendorf - Hathenow - Podelzig - Lebus - Lebuser Berge - Oderwiesen - Frankfurt/O.







Tour-Statistik: 68 Kilometer, Reine Fahrzeit 03 Stunden 50 Minuten, Tour-Dauer insgesamt 6,5 Stunden, Durchschnittsgeschwindigkeit 17,73 km/h