14.12.2014

Bundesligaspiel

Am 13.12.2014 begann um 15.30 Uhr im Olympia-Stadion Berlin das Bundesligaspiel zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund (BVB). Ich war im Block 28.1 in Reihe 16 auf Sitz 33 live dabei und machte vor Spielbeginn mit meiner Handy-Kamera schnell ein paar wackelige Fotos, deren dürftige Qualität ich hier präsentiere. Aber das Live-Erlebnis im Stadion zählte und das war beeindruckend! Mit mir saßen mehr als 75.000 Zuschauer im ausverkauften Olympia-Stadion. Meine Sympathien waren dabei auf der Seite des BVB, obwohl die Mannschaft in dieser Liga-Saison relativ schlecht spielte und leider auch in Berlin unglücklich verlor. Hertha siegte zwar 1:0, aber nicht durch spielerische Überlegenheit, sondern weil ein BVB-Abwehrspieler einen Pass ungenau abspielte und Julian Schieber (Hertha) diese BVB-Schwäche eiskalt zum Dribbling und zum Torschuss nutzte! Herthas ansonsten limitierte Spielstärke konnte den BVB nur wenige Male in Verlegenheit bringen - allein die eigene Abschlußschwäche brachte den BVB auf die Verliererstraße. Nach diesem "Schock" verordneten wir uns einen langen Spaziergang vom Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche bis zu den Potsdamer-Platz-Arkaden (siehe Foto).

30.11.2014

Müllroser Weihnachtszauber

Mit diesem Text warben die Veranstalter für den diesjährigen Müllroser Weihnachtsmarkt: "Lassen Sie sich verzaubern vom historischen Ambiente des Markt- und Kirchplatzes. Geschenke für die Liebsten kaufen, schlendern, schlemmen, entdecken und genießen im weihnachtlichen Erholungsort Müllrose!"
Traditionell fand dieser exklusive Weihnachtsmarkt nur an einem Tag auf dem Müllroser Marktplatz und rund um die Müllroser Kirche statt - am 29. November 2014!
Bei eisigem Ostwind bewältigten wir, vier abgehärtete Radfahrer, insgesamt eine 38-Kilometer-Strecke. Treffpunkt und Startort war wie immer der Comic-Brunnen im Frankfurter Stadtzentrum. Von dort radelten wir entlang der B87 zum Müllroser Weihnachtsmarkt. Auf dem Rückweg streiften wir Kaisermühl, Schlaubehammer und das Heleneseegebiet. Im Frankfurter Ortsteil Güldendorf feierten zufällig viele Güldendorfer am Feuerwehrhaus ihr 1. Güldendorfer Lichterfest: Eine willkommene Aufwärmstation für uns auf dem Weg zurück nach Frankfurt (Oder)!

08.11.2014

Wuschewierer Schlachtefest

Das sonnige Herbstwetter meinte es am Samstag, den 08. November 2014, sehr gut mit uns. Wir vier Radfahrer nutzen diese günstige Wetterlage gemeinsam für den Besuch eines Wuschewierer Schlachtefestes. Ein ODEG-Zug brachte uns ab 09.43 Uhr von Frankfurt/Oder bis zum Letschiner Bahnhof. Von dort radelten wir über Feldwege nach Norden. Einmal mußten wir unsere Räder über eine im Bau befindliche Fließbrücke balancierten. In Wuschewier war wie immer der Besucherandrang enorm. Die Festbesucher standen in mehr oder weniger langen bzw. kurzen Warteschlangen an, um die verschiedenen Angebote gleich vor Ort zu kosten oder in großen Taschen mit nach Hause zu nehmen. Nach unserem Schlachtefest-Besuch wandelten wir diverse Festspeisen um in Oberschenkel-Energie und erreichten nach unserer 60-Kilometer-Radtour von Wuschewier über Seelow und Wulkow das gemeinsame Ziel Frankfurt/Oder noch bei Tageslicht gegen 16.30 Uhr!


31.10.2014

Radtour nach Döbberin

Der Wettergott war am Freitag, den 31. Oktober 2014, gnädig gestimmt. Somit bot sich dieser sonnige Reformationstag sehr gut für eine Radtour an. 11 Radfahrer machten sich gemeinsam auf den Weg nach Döbberin. Im Dorf lud die Familie Jahn vom Seminarhaus "Samhain" ab 13 Uhr auf ihrem Hof ein zu einem Nachbarschaftsmarkt. Leute aus Döbberin boten selbst Produziertes zum Kauf an. Wir testeten Bratwurst, Eintopf, frisch gebackenes Brot, Kaffee und Bier. Danach folgten wir einer kurzen Hausführung von Frau Jahn.


Das war unsere 56-km-Tourstrecke: Comic-Brunnen Frankfurt/Oder - Radweg an der B5 - Kliestow - Boossen - Treplin - Großer Trepliner See - Petershagen - Gabelsee Falkenhagen - Falkenhagen - Döbberin - Hohenjesar - Alt Zeschdorf - Neu Zeschdorf - Ökospeicher + Kriegsgräberstätte Wulkow - Wilhelmshof - Radweg an der B112 - Frankfurt/Oder.


19.10.2014

Radtour zum Fort Zabice

Am Sonntag, den 19. Oktober 2014, unternahmen wir, 13 Radfahrer aus Frankfurt, bei schönstem Sonnenschein eine spätsommerliche 55-km-Radwandertour. Sie führte uns auf polnischen Straßen und Wegen zum Fort Zabice nordöstlich von Gorzyca (Kreis Slubice). Wir radelten über unterschiedlichste Untergründe - Asphaltstraßen, Kopfsteinpflaster, Sandwege, Betonsteinpflaster, Schotter, Betonplatten - bei teilweise kräftigem Gegenwind. Stationen auf dieser Tour waren u.a. Slubice - Plawidlo - Grenzturm auf dem Oderdeich bei Gorzyca - Kirche und Kulturhaus in Gorzyca - Fort Zabice - Pro-Animale-Hundeheim bei Gorzyca - Wiesenmuseum Owczary - Plawidlo - Oderdeich gegenüber Lebus - Slubice. Unterwegs kehrten wir in die kleine Bar am Rande von Owczary ein. Vorher hatten wir vergeblich versucht, in das Restaurant "Olimpia" im Sportkomplex von Gorzyca einzukehren. Nach Auskunft eines Receptionsmitarbeiters hat das Gasthaus den Betrieb wegen "Bankrott" eingestellt.

Fort Zabice (dt. Säpzig) wurde 1887-1890 errichtet. Ursprünglich war es eine permanente Batterie, die mit dem gleichzeitig erbauten und sehr ähnlichen Fort Tschernow (Czarnow) den Verkehrsknotenpunkt Küstrin mit seinen wichtigen Brücken und die Festung Küstrin von Süden her absicherte. Die in beiden Forts untergebrachte Artillerie sollte das Umfeld der Forts bis mehrere Kilometern beherrschen, den Angreifer am gewaltsamen Eindringen in die Festung und an der Einnahme der günstigen Beobachtungs- und Feuerstellungen auf den dominierenden Kannenbergen (südöstlich der Forts) hindern. Das Streben nach einer möglichst kräftigen Bestreichung der zuletzt genannten Anhöhen bewirkte, dass beide Forts abweichende unregelmäßige Grundrisse erhielten. Fort Säpzig (pl. Zabice) galt von Anfang an als eine zu exponierte Stellung, um selbstständig einem förmlichen Angriff eines stärkeren Feindes zu trotzen. Es sollte aber Zeit gewinnen und das umliegende Gelände absichern. 1914 wurde das Fort um- und ausgebaut als bombensichere Kaserne für zwei Infanterie-Kompanien.

Außer einer Episode im Frühjahr 1945, als sich hier die Rotarmisten einnisteten, brauchte die Anlage niemals ihre eigentliche Bestimmung erfüllen. Während des 2. Weltkrieges befand sich im Fort eine Filiale der Sonnenburger Munitionsfabrik.
Nach 1945 wurde das Fort teilweise verwüstet. Der linke Teil der Kaserne und die Kehlkaponiere wurden zerstört. Alle eisernen Teile, sofern sie noch vorhanden waren, verschwanden. Das Gelände wurde im Laufe der Jahre von der Natur eingenommen. Der die Anlage umgebende Waldstreifen stammt von einer Anpflanzung, die die Silhouette des Forts tarnen sollte. Heute gehört das Gelände der Gemeinde Gorzyca. Wir fanden bei unserem Besuch im Fort-Innengelände mehrere Abschußvorrichtungen für Tontauben, bewacht von einem polnischen Arbeiter. Er führte uns freundlich ins Fort, lieh uns zwei Taschenlampen und spendierte noch eine Flasche Limonade. Wir bedankten uns bei ihm mit etwas Bakschisch.

12.10.2014

Radtour nach Altfriedland

Am 12. Oktober 2014 organisierte Altfriedland (Amt Neuhardenberg) seinen 13. Kunstherbst. In der Ruine vom Kloster Friedland gab es für zahlreiche Besucher diverse Angebote vieler regionaler Kunsthandwerker. Auch im Kaffee-und-Kuchen-Basar fanden sich viele Gäste ein und verkosteten die süßen Back-Kreationen der ehrenamtlichen Verkäuferinnen.
Im Frankfurter Bahnhof kamen um 09.30 Uhr acht Radfahrer zusammen. Gemeinsam machten wir uns von dort aus per Rad auf den Weg nach Altfriedland. Stationen unserer Radtour waren u.a. Wilhelmshof, Wulkow, Schönfließ, Altzeschdorf, Niederjesar, Alt Mahlisch, Dolgelin, Friedersdorf, Seelow und Gusow. Von dort aus radelten wir auf einem sandigen Waldweg zur alten Wassermühle am Fließ (Koordinaten: 52°33'40.1"N 14°18'23.0"E). Dieser Link führt zur Google-Map-Karte mit Zoomfunktion. Ein mystischer Ort mitten im Wald, fern menschlicher Behausungen.

Alte Wassermühle vor 1945        Geschichtsdaten zur Wassermühle

Fließ neben der alten Wassermühle      Grundmauern der Wassermühle

Weiter ging es durch Platkow und Neuhardenberg zum Kloster Altfriedland. Nach einem längeren Aufenthalt radelten wir von dort weiter durch Neufriedland bis Neutrebbin. Um 16.32 Uhr fuhr am Bahnhof ein ODEG-Zug mit uns ab. Wegen Gleisbauarbeiten begann für uns am Bhf. Schönfließ bis nach Frankfurt eine relativ kurze Zusatz-Etappe. Mein Fahrrad-Tacho zählte an diesem 12. Oktober insgesamt 76 Radkilometer.

Nachtrag: Die Märkische Oderzeitung veröffentlichte am 14.10.2014 unter der Überschrift "Kunsthandwerk im Kreuzgewölbe" einen Artikel über den 13. Altfriedländer Kunstherbst.

04.10.2014

75 Radkilometer am Tag der deutschen Einheit

Am Freitag, den 03. Oktober 2014, haben wir, 14 Radfahrer aus Frankfurt/Oder und Umgebung, den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam aktiv gestaltet: Unsere 75-km-Radwanderung führte von Frankfurt nach Osno Lubuskie und durch Rzepin wieder zurück nach Frankfurt. Das waren einige unserer Etappenorte: Slubice, Drzecin, Stare Biskupice, Starkow, Radow, Swiniary und Osno. In der Mauer der spätromanischen Dorfkirche Radow fanden wir drei Schachbrettsteine. Deren Bedeutung liegt im Dunkel der Geschichte. Vermutet wird, das diese besonders gestalteten Feldsteine Zeichen einer mittelalterlichen Bauwerkstatt sein könnten. Am nordwestlichen Rand von Osno stiegen wir auf den 1937 erbauten Dietrich-Eckart-Turm und besichtigten anschließend den jüdischen Friedhof am nördlichen Stadtrand von Osno. Unbedingt sehenswert bei einem Osno-Besuch ist die fast vollständig erhaltene, turmbewerte mittelalterliche Stadtmauer: Sie umschließt den alten Stadtkern, der im 2.Weltkrieg teilweise zerstört wurde.
Mittags kehrten wir in der Osnoer Altstadt in eine Gaststätte ein. Anschließend radelten wir von Osno in Richtung Rzepin, vorbei an Polecko und Staroscin. In Rzepin besichtigten wir die Katharinenkirche. Eine Kaffeepause danach war notwendig und unvermeidlich.

Unsere Radwanderung führte über Wege mit sehr unterschiedlicher Qualität: naturbelassene Feld- und Waldwege, Schotterwege, Asphaltstraßen und Betonplatten.
Gestartet sind wir im leichten Morgendunst um 10 Uhr am Frankfurter Comic-Brunnen - gegen 17.30 Uhr erreichten wir, von Rzepin kommend, bei strahlendem Sonnenschein die Frankfurter Seite der Stadtbrücke.

20.09.2014

Landtagswahlen am 14.09.2014

Im Land Brandenburg gab es bei den Landtagswahlen am 14. September 2014 diese Ergebnisse:

Wahlbeteiligung: 47,9%

Prozentuale Stimmenverteilung (Gewinn/Verluste):
SPD 31,9% (-1,1); CDU 23,0% (+3,2); Linke 18,6% (-8,6); AfD 12,2% (+12,2); Grüne 6,2% (+0,5); BVB/FW 2,7% (+1); NPD 2,2% (-0,4); FDP 1,5% (-5,7); Sonstige 1,7% (-1,1).

Sitzverteilung im Landtag (Gesamtsitze 88):
SPD 30 (-1); CDU 21 (+2); Linke 17 (-9); AfD 11 (+11); Grüne 6 (+1); BVB/FW 3 (+3).

Ich habe im Wahllokal 16 (Hutten-Schule) in der zweiten Schicht (13-18 Uhr) und bei der Auszählung freiwillig und ehrenamtlich mitgeholfen. Am Ende erhielten alle Wahlhelfer 15 Euro Erfrischungsgeld.

» Vorläufiger Landeswahlleiterbericht als PDF-Datei = 2,9 MB = 98 Seiten.

07.09.2014

67 Kilometer bis Aurith und zurück

Am Samstag, den 06. September 2014, fuhren 25 deutsche und polnische Radfahrer gemeinsam ab Frankfurt/Oder 44 Kilometer bis nach Aurith zum 7. Deutsch-Polnischen Sommerfest. Leider gab es (wie bei den meisten Sommerfesten der Vorjahre) in Aurith erneut zu wenig Fährboote auf der Oder. Der Besucherandrang war sehr groß. Wir, die Gruppe deutscher Radfahrer, warteten mit vielen anderen Fähr-Interessenten geduldig am deutschen Oderufer. Aber die Geduld reichte bei fast allen Radlern nicht länger als eine halbe Stunde. Also verzichteten wir fast alle auf die Fährpassage in Richtung Urad und radelten auf der deutschen Oderseite wieder zurück nach FF. Die Märkische Oderzeitung veröffentlichte am 12.09.2014 einen Artikel unter der Überschrift "Verärgert über Wartezeiten", der die Probleme des Fährverkehrs deutlich angespricht. Ich hoffe, dass, auch durch diesen MOZ-Artikel, die Veranstalter dieses jährlichen Sommerfestes intern erneut heftig diskutieren und eine neue Lösung finden. Ich werde keine offiziellen Radtouren mehr zum Aurither Sommerfest anführen, solange das Fährchaos so bleibt wie 2014 erlebt.

Das waren die beiden Etappen unserer insgesamt 67-km-Radtour:
Etappe 1: Start um 10.30 Uhr am Comic-Brunnen Frankfurt/Oder - Ziegenwerder - Buschmühlenweg - Güldendorf - Radweg zum Helenesee - Hauptstrand Helenesee - Junkerfeld - Bootsausleihstation am Kanal in Müllrose - Brücke in Kaisermühl - Schlaubehammer - Köhlerplatz neben dem Sportplatz in Groß Lindow - Br.-Finkenheerd - Wiesenau - Oder-Neiße-Radweg - Festplatz am Oderdeich in Aurith
Etappe 2: Aurith - Oder-Neiße-Radweg - Br.-Finkenheerd - Lossow - Frankfurt.
Geplant war die Rückfahrt (Etappe 2) eigentlich auf der polnischen Seite (siehe Grafik). Aber aufgrund des großen Besucher-Andrangs am überforderten Oder-Fährboot verzichteten wir darauf auf die Fährpassage und fuhren auf der deutschen Oderseite zurück nach Frankfurt.



Gruppenfoto auf dem Köhlerplatz in Groß Lindow am 06.09.2014







Unsere Radtour folgte teilweise dem Verlauf des 2014 fertig gestellten grenzübergreifenden Radwege-Projektes "Oder-Schlaubetal-Schleife". Daran beteiligt waren diese regionalen Partner:
Amt Schlaubetal in Müllrose, Amt Brieskow-Finkenheerd und die Gemeindeverwaltung Cybinka.
Das Sommerfest in Aurith wurde mitorganisiert vom Verein "Schlaubemündung-Odertal".

Die 10 Fotografien in diesem Blog-Beitrag stammen von:
• Marek Jakubowski aus Cybinka (9 Unterwegs-Fotos)
• Roland Totzauer aus Frankfurt/Oder (Gruppenfoto auf dem Köhlerplatz in Groß Lindow)

Hinweis: In ihrer Internet-Galerie => Cybinko na rower präsentieren polnische Tourteilnehmer aus Cybinka sowohl die hier oben gezeigten als auch noch weitere ihrer insgesamt 58 Fotos!

21.08.2014

65 Rad-Kilometer von Pliszka bis Slubice

Am 19. August 2014 fuhr mein Zug ab Bahnhof Frankfurt (Oder) um 09.49 Uhr bis zum polnischen Bahnhof Pliszka (10.34 Uhr): Dort begann ich meine 65-km-Radtour, die mich u.a. durch Gadkow Wielki, Mierczany, Lubin, Reppener Heide, Rzepin, Drzensko, Sulow, Starkow, Golice und Drzecin bis Slubice führte.

Meine Tour begann auf dem einsam im Wald gelegenen Bahnhaltepunkt Pliszka. Bis zum Dorf Pliszka radelte ich auf Asphalt - durch den Ort aber auf und neben einer alten Kopfsteinpflasterstraße. Danach fuhr ich wieder auf gutem Asphalt weiter auf welligem Terrain bis zur Straßenkreuzung bei Debrznica. Hier bog ich links ab in Richtung Rzepin und erreichte nach 6 Kilometern Gadkow Wielki. Eine Kopfsteinpflasterstraße führte mich durchs Dorf über einen Bahnübergang und weiter zur Bahnunterführung am Bahnhof vorbei. Danach radelte ich wieder auf Asphalt. In Lubin (bis 1945 hieß das Dorf Wildenhagen) fand ich an der Nordseite der Dorfkirche eine Gedenktafel. Sie erinnert an tragische Entscheidungen ehemaliger deutscher Wildenhagenerinnen am 31.01.1945 (siehe: Die Nacht von Wildenhagen).
In Jerzmanice bog ich links ab, fuhr über die Bahntrasse, um gleich dahinter rechts weiter zu fahren auf der Kopfsteinpflasterstraße, die mich in den Wald der Reppener Heide führte. Dort suchte ich mal links und mal rechts des Kopfsteinpflasters auf sandigem Untergrund meine Fahrspur. So erreichte ich eine Kreuzung mitten im Wald: nach links führte der feinschottrige Waldweg nach Radzikow - ich bog hier aber rechts ab - nach Norden. Ungefähr zweihundertfünfzig Meter später erreichte ich die Eiche "Piast" - mit zirka 660 Jahren der älteste Baum im Bereich der Oberförsterei Rzepin. Vor der riesigen Eiche informiert ein Schild über den geschützten Baum.
Auf einem relativ festen Waldweg fuhr ich weiter nach Nordosten - ab der Oberförsterei auf einer Kleinpflasterstraße. Hinter dem Bahntunnel erreichte ich mal wieder Asphalt. Durchs alte Rzepiner Stadtzentrum radelte ich erneut auf altem kleinen Pflaster. An der Südseite der Stadtpfarrkirche entdeckte ich eine schwarze Gedenktafel, die an die ehemaligen deutschen Bewohner von Reppen erinnert.
In der Bar gegenüber dem Reppener Kulturhaus wählte ich aus dem Angebot (siehe Foto).
Anschließend radelte ich auf Asphalt weiter nach Drzensko und kam dabei kurz vor dem Bahnübergang in Rzepin an einem modernen Kirchenbau vorbei.
Hinter Drzensko überquerte ich neben dem unscheinbaren Bahnhaltepunkt die Bahntrasse und fuhr auf einem festen Feldweg bis Sulow. Vor und hinter der Landstraße ging es über Kopfsteinpflaster durchs Dorf. Danach radelte ich auf sandigem Feldweg bis Starkow und fand dort die asphaltierte Landstraße. Kurz hinter dem Dorfende bog ich rechts ab auf einen Waldweg, der mich in Richtung Golice führte.
Unterwegs wurde daraus ein sandiger Feldweg, der zwischen modernen "Windmühlen" hindurchführte. Vor dem ersten Haus am Golicer Ortsrand begann ein relativ neuer Fuß- und Radweg, auf dem ich bis ins Dorfzentrum zum kleinen Dorfladen (Sklep) und zur Dorfkirche radelte.
Auf der vielbefahrenen Landstraße 31 rollte ich anschließend nach Süden bis Drzecin. Am nördlichen Dorfrand fand ich ein Bistro mit hölzernen Sitzgelegenheiten, trank einen heißen Kaffee und fotografierte dort den Eidechsenstein.
Weiter gings auf steiniger Piste bis ins Dorf, wo ich links abbog auf einen Betonplattenweg. Dieser Plattenweg führte mich zur Pferderanch. Dort lädt die Wiese und die Bar (wenn offen) immer ein zu einer Tourpause.
Für die letzten Kilometer bis Slubice nutze ich einen sandigen, manchmal auch feuchten Feld- und Waldweg - es war die letzte "Schwierigkeit", bevor ich in Slubice direkt vor einem Cafe- & Konditoreigeschäft mein GPS-Gerät - nicht zufällig - ausschaltete!

Fotos und GPS-Track gibt es in den beiden Portalen gpsies.com bzw. gps-tour.info

05.08.2014

70-km-Cross-Country-Tour durch Westpolen




Am 01. August 2014 unternahm ich mit zwei anderen Radfahrern eine 70-km-Radtour ab dem Bahnhof Rzepin in Richtung Swiebodzin. Wir radelten u.a. durch Tarnawa, Bielice, Bobrowko, Przeslice, Kownaty, Grabow, Walewice, Lagow, Zelechow, Lubrza und Lugow. In Swiebodzin erreichten wir die »Christus-Statue. Von Swiebodzin fuhren wir mit einer polnischen Regionalbahn zurück in Richtung Deutschland.

Diese abwechslungsreiche, aber anstrengende Cross-Country-Tour durch Westpolen sollte nur derjenige beginnen, der mental und körperlich fit ist und ein geländegängiges Rad fährt. Für Cityräder und Alt-DDR-Stahlrösser ist dieses Tourprofil ungeeignet. Erfahrungsgemäß gibt es in Polen bisher nur relativ wenige Radwege in jener Qualität, an die wir uns inzwischen in Deutschland sehr gewöhnt und die uns leider auch etwas verwöhnt und verweichlicht haben!

Begonnen haben wir unsere Radtour am Bahnhof Rzepin, der ca. 20 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) liegt. Dorthin reisten wir mit dem Regionalzug RB91, der um 09.49 Uhr vom Bahnhof Frankfurt (Oder) abfuhr. Bezahlt habe ich beim polnischen Zugschaffner 22 Zloty (= 10 Zloty Grenzübergangsgebühr + 7 Zloty pro Fahrrad + 5 Zloty pro Person).
Direkt am östlichen Stadtrand von Rzepin tauchten wir mit unseren Rädern ein in das nördliche Waldgebiet der Reppener Heide. Auf einem sandigen Waldweg erreichten wir Tarnawa und bogen an der Bushaltestelle links ab auf einen schottrigen Feldweg in Richtung Bielice. Eine schmale ruhige Asphaltstraße führte uns weiter nach Bobrowko. Auf der schattigen Wiese neben der mittelalterlichen Dorfkirche legten wir eine Verpflegungspause ein. Nach ca. 2,5 Kilometern bogen wir rechts ab auf einen bergauf führenden Kopfsteinpflasterweg, der uns bis Przeslice führte. Dieses alte Kopfsteinpflaster war nur die erste von weiteren alten Pflaster-Passagen. Vermeiden kann man aber diese erste Kopfsteinpflaster-Strecke, indem man zwei Kilometer auf der Asphaltstraße geradeaus weiterfährt in östlicher Richtung, dann an der folgenden Kreuzung rechts abbiegt und auf der Landstraße bis Preslice bergauf fährt. Beide Bergauf-Varianten erfordern in jedem Fall eine gute Radler-Kondition. Von Przeslice fuhren wir weiter nach Süden in Richtung Torzym.
Am Richtungsschild "Kownaty" bogen wir links ab, durchfuhren die kleine Siedlung Kownaty, kreuzten die Landstraße 138, erreichten Grabow und später Walewice. Hinter dem Dorf fuhren wir noch ein relativ kurzes Stück auf einer Kopfsteinpflasterstraße, bogen aber vor einer Baumgruppe links ab und folgten von nun an den blauen Schildern des Jakobpilgerweges. Der Feldweg war rauh, sandig und sehr schwierig zu befahren. Erst am Waldrand wurde der Weg einigermaßen fest. Nun folgten wir dem naturbelassenen Waldweg südlich des riesigen Militärgeländes bis zur kleinen Siedlung Rakow. Immer noch dienten uns die blauen Schilder des Jakobsweges als Orientierung. Bald erreichten wir erneut einen alten Pflasterweg, der ab der Pliszka-Brücke heftig und lang bergauf führte - eine große Herausforderung für Mensch und Material. Nach dieser harten Kopfsteinpflaster-Schinderei erreichten wir endlich die Asphaltstraße nach Lagow - eine Wohltat für Rad und Radler. Im Touristen-Städtchen fanden wir unterhalb der Burg das Restaurant "Karczma Podzamcze", das einige leckere Suppen auf der Speisekarte anbietet (siehe Suppenfotos):
Nach der Mittagssuppenpause folgte unsere nächste schwere Bergetappe: wir verließen Lagow bergauf nach Osten in Richtung Zelechow. Neben der alten Kopfsteinpflasterstraße war glücklicherweise ein neuer Fußgängerweg gebaut worden, auf dem wir unsere Räder bergauf schieben konnten: nach der Mittagspause war unsere Beinmuskulatur noch kalt und wenig leistungsfähig. Auf der anderen Seite des Berges gings steil bergab und hinter einer Kurve erneut steil bergauf. Auch da stiegen wir wieder vom Rad und schoben - unsere Beine waren immer noch im Mittagspausenmodus!
Hinter Zelechow erwartete uns eine böse Überraschung: Laut Karte sollte der Feldweg bis zum Dorf Lubrza führen - aber kurz hinter Zelechow war der Weg kaum noch zu erkennen, er war ziemlich stark zugewachsen, so daß wir teilweise über den daneben liegenden Acker fahren mußten. Kurz vor der neuen Autobahn endete er abrupt an einem langen hohen Wildzaun! Was tun? Zurück? Glücklicherweise hatten die Autobahnbauer dort, wo früher dieser Feldweg weiter nach Osten führte, einen Wildtunnel unter die neue Autobahn eingebaut.
Kurz entschlossen schoben wir unsere Räder hindurch, wobei der Tunnel am östlichen Ende etwas niedriger wurde, so dass wir unsere Räder nur noch in Schräglage hindurch bekamen! Aber wir kamen durch und konnten dahinter unseren Cross-Country-Kurs weiter verfolgen. In Swiebodzin kämpften wir uns durch das Straßensystem und standen um 16.30 Uhr am Fuß der Christus-Statue im Süden der Stadt. Um 17.24 Uhr brachte uns ein Regionalzug von Swiebodzin zurück nach Slubice. Kosten für meine Rückfahrt: 7 Zloty fürs Fahrrad plus 16,10 Zloty für 69 Kilometer vom Bahnhof Swiebodzin bis Bahnhof Slubice = 23,10 Zloty.

An der Christus-Statue: Martin (Lebus), Manfred (Müllrose) + Roland (Frankfurt).

Wer diese Cross-Country-Radtour nachfahren möchte, findet in den beiden GPS-Portalen »GPS-Tour.info und »GPSIES.com meine Track-Datei zum Downloaden!

20.07.2014

68-km-Radtour durch Westpolen

Am 17. Juli 2014 war ich mal wieder allein auf dem Rad in Westpolen unterwegs. Gestartet bin ich im Bahnhof Frankfurt (Oder) auf dem Bahnsteig 9. Dort fuhr um 09.49 Uhr ein polnischer Regionalzug ab in Richtung Zielona Gora. Der Zug passierte die Stationen Slubice, Kunowice, Rzepin, Jerzmianice und Gadkow Wielki. Auf dem kleinen einsamen Waldbahnhof Pliszka verließ ich den Zug und startete dort meine 68-km-Radtour. Die Bahnfahrt kostete mich insgesamt 27,60 Zlotys: davon 10 Zlotys für die grenzüberschreitende Strecke von Frankfurt nach Slubice, weitere 10,60 Zlotys für die 37 Kilometer von Slubice bis zum Bahnhof Pliszka und 7 Zlotys für das Fahrradticket.

Meine Tour begann ich also am Bahnhof Pliszka. Sie führte erst nach Norden und später nach Westen durch diese Orte: Debrznica, Torzym, Garbicz, Boczow, Tarnawa, Rzepin, Biberweg in Nowy Mlyn, Linie-See, Zielony Bor, Rybocice, Swiecko, Slubice und Frankfurt (Oder).

Wer meine Tour nachradeln möchte, findet in den Portalen »gpsies.com und »gps-tour.info meinen gpx-Track, einige Fotos und einen Beschreibungstext!


Holzfiguren in der Altstadt von Torzym



Picknickplatz am See in Boczow



"Biberweg" südlich von Rzepin



Linie-See in der Reppener Heide

14.07.2014

11.07.2014: Fahrrad-Demo in Frankfurt und Slubice

Warum schützt uns niemand vor grenzübergreifender Kriminalität?

Am 11. Juli 2014 sollte im Bezirksgericht Slubice wieder eine Verhandlung gegen Herrn Matras stattfinden (Hintergrundinformationen = Blogbeitrag vom 23.05.2014). Aus diesem Anlass demonstrierten 20 Radfahrer aus Frankfurt/Oder, Briesen und Niederjesar ihre Solidarität mit Herrn Matras sowie gegen Fahrradklau und gegen grenzübergreifende Kriminalität. Unsere Fahrrad-Demo startete um 10 Uhr am Frankfurter Comic-Brunnen (Oberer Brunnenplatz), führte erst zum Frankfurter Rathaus und anschließend über die Stadtbrücke nach Polen zum Slubicer Gericht.
Die Märkische Oderzeitung berichtete am 12.07.2014 (siehe Artikel unten: "Protest auf zwei Rädern"). Auch die Potsdamer "Märkische Allgemeine" »informierte am 12.07.2014.
Eine derartige Fahrrad-Demo gab es zum ersten Mal in Frankfurt/Oder und Slubice. Angesichts der dramatischen Kriminalitätsstatistik brauchen wir hier an der Odergrenze weitere öffentliche Aktionen. Diese Demo war ein guter Anfang!
Trotz meiner rechtzeitigen Einladung gab es von seiten der Frankfurter ADFC-Gruppe, des Brandenburgischen ADFC und des Berliner ADFC sowie Frankfurter Parteien leider kein Interesse, sich an dieser öffentlichen Jedermann-Fahrrad-Demo zu beteiligen.

Nach dem offiziellen Ende der Fahrrad-Demo radelte ein großer Teil der Demonstranten gemeinsam durch Slubice zur Ranch Maja und nach Drzecin zur Pferderanch Drzecin.

Vier Fotos von der Fahrrad-Demo am 11.07.2014 durch Frankfurt und Slubice


Demonstranten vor dem Frankfurter Rathaus


Demonstranten vor dem Slubicer Bezirksgericht


Polnischer Polizist liest unsere Plakate


Unsere Plakate am Slubicer Gericht


A4-Plakat für den Fahrradlenker


MOZ-Artikel vom 12.07.2014


Hintergrundinformationen zum "Fall Matras" und zum Thema "Fahrradklau":

Vier Artikel + ein Foto der Märkischen Oderzeitung:

  1. "Das Dorf der Fahrraddiebe" / 19.02.2013, 41 KB
  2. "Allein gegen die Fahrraddiebe" / 14.02.2014, 35 KB
  3. "Zdzislaw Matras' letzte Hoffnung . . ." / 01.03.2014, 30 KB
  4. "Dem Vorwurf der Verleumdung ausgesetzt" / 05.04.2014, 27 KB
Zwei PDFs vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB):
  1. RBB_1: "Der große Fahrradklau" / 27.06.2014, 60 KB
  2. RBB_2: "Keine Zeit für Ausreden" / 27.06.2014, 50 KB
Ein PDF-Artikel + ein Foto der Potsdamer Märkischen Allgemeinen (MAZ):
  1. MAZ-Artikel vom 12. Juli 2014 als PDF, 302 KB
  2. MAZ-Foto / 11.07.2014, 43 KB, Fotograf: J.Müller